DIE GRÜNE ZITADELLE von Magdeburg

Eine VISION wird ZUKUNFT

1995 DIE IDEE ZUM HUNDERTWASSER-ARCHITEKTURPROJEKT ENTSTEHT
Rolf Opitz – der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer
der Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ e.G. –
initiiert einen Malwettbewerb zum Thema „So möchte ich
gern wohnen“ Hundertwasser wurde inspiriert von einen Wohnstiefel der Natur und Wohnen kindlich vereinte.

1996 ERSTE SCHRITTE
entstehen erste Kontakte zum Manager Hundertwassers, Herrn Joram
Harel. Die Idee wird konkreter und findet weitere Unterstützung durch
den damaligen Oberbürgermeister Dr. Willi

1997 MEISTER HUNDERTWASSER SAGT ZU

1998 DER VETRAG WIRD UNTERZEICHNET
Der Vertrag für das Architektur-Projekt für Magdeburg wird von
Hundertwasser unterzeichnet.vUmgestaltung des Plattenbaus und für einen völligen Neubau.

1999 HUNDERTWASSER HAT DAS PROJEKT FERTIG KONZIPIERT
Im Juli trifft eine Postkarte aus Neuseeland ein. Der Meister schreibt,
dass das Magdeburger Werk „mein schönster und bester Bau“ werden
würde, und es den Namen DIE GRÜNE ZITADELLE von Magdeburg
trägt.

2000 TOD DES MEISTERS – KANN DAS HAUS NOCH GEBAUT WERDEN?
Am 19. Februar 2000 stirbt Friedensreich Hundertwasser auf der Reise
von Neuseeland nach Europa. Hundertwasser hat die Arbeiten an
seinem Projekt in Magdeburg abgeschlossen und architektonische wie
gestalterische Details in das Modell der GRÜNEN ZITADELLE von
Magdeburg einarbeiten lassen. Im Juni wird das 1:50 Baumodell eine Woche lang im Rathaus zu Magdeburg der Öffentlichkeit vorgestellt.

2002 DIE PARTNERSCHAFT RETTET DAS PROJEKT
Der Kooperationsvertrag zwischen der Gero Beteilungs- Treuhand- und
Verwaltungsgesellschaft mbH und der Wohnungsbaugenossenschaft
„Stadt Magdeburg von 1954“ e.G. wird geschlossen. Sie übernimmt
von nun an die Realisierung des Projekts.

17.10.03 HUNDERTWASSER ARCHITEKTURAUSSTELLUNG IM
KULTURHISTORISCHEN MUSEUM MAGDEBURG

19.12.03 DER SPATENSTICH
Die Übergabe des Städtebaulichen Vertrags erfolgt.

19.03.04 DIE GRUNDSTEINLEGUNG
Am 19. März 2004 findet die Grundsteinlegung für die GRÜNE
ZITADELLE von Magdeburg unter großem Interesse der Öffentlichkeit
statt.

04.03.05 RICHTFEST
Die Öffentlichkeit bekommt erste Eindrücke auch vom Inneren der
GRÜNEN ZITADELLE von Magdeburg und der ersten Musterwohnung.

03.10.05 DIE EINWEIHUNG
Als zwölftes Highlight im Rahmen der Feierlichkeiten zur 1200-jährigen
Ersterwähnung der Stadt Magdeburg wird die GRÜNE ZITADELLE von
Magdeburg am 3. Oktober 2005 feierlich teileingeweiht.
Die endgültige Baufertigstellung wurde am 31.12.2005 gemeldet.

Interessante Baudaten zur GRÜNEN ZITADELLE von Magdeburg
1. Grunddaten
– Grundstücksfläche 5.408 m²
– Höhe des Gebäudes 33 m
– Anzahl verbauter Fenster 856
2. Bepflanzung
– Anzahl Bäume 171
– Anzahl Gehölze 264
– Anzahl Stauden 9.214
– Anzahl Blumenzwiebeln 10.000
4. Investitionskosten gesamt 27,1 Mio EURO
5. Wohnungen
– Anzahl der Wohnungen 55
– Fläche der kleinsten Wohnung (ohne Balkon) 55,86 m²
– Fläche der größten Wohnung (ohne Balkon) 144,99 m²

6. Gewerbeeinheiten
Geschäfte, Hotel, Theater, Ärzte und Büros

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1996

Lebenslauf Meister Hundertwassers

Geburt

Am 15. Dezember in Wien geboren als Friedrich Stowasser.

Zwangsübersiedlung

Nach dem Anschluß Zwangsübersiedlung in die Obere Donaustraße zu Tante und Großmutter.

Deportation

69 jüdische Familienangehörige werden deportiert und getötet.

Matura (Reifezeugnis)

Verbringt drei Monate an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

1949

Nimmt den Namen Hundertwasser an. Beginnt ausgedehnte Reisen. Entwickelt einen eigenen Stil.

1952

Erste Ausstellung im Art Club Wien.

1953

Malt die erste Spirale.

1954

Erste Ausstellung in Paris bei Paul Facchetti. Entwickelt die Theorie des "Transautomatismus" und beginnt, seine Bilder zu nummerieren.

1958

Verliest das "Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur" anlässlich eines Kongresses im Kloster Seckau.

1959

Gründung des "Pintorarium" – einer universellen Akademie aller kreativen Richtungen – mit Ernst Fuchs und Arnulf Rainer. Als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg zieht er die "Endlose Linie" mit Bazon Brock und Herbert Schuldt.

1961

Besucht Japan. Großer Erfolg einer Ausstellung in der Tokyo Gallery.

1962

Heiratet Yuko Ikewada (Scheidung 1966). Malt in einem Studio auf der Giudecca, Venedig.

1967

Erste Nacktrede in München für das "Anrecht auf die Dritte Haut".

1968

Umbau des Schiffes "San Giuseppe T" zur "Regentag" in Venedig.

Zweite Nacktrede und Verlesung des Architektur-Boykott- Manifests "Los von Loos" in Wien.

1970

Zusammenarbeit mit Peter Schamoni für den Film "Hundertwasser-Regentag". Arbeit an der Graphikmappe "Regentag" in Lengmoos, Bayern.

1971

Lebt und arbeitet an Bord der "Regentag" in der Lagune von Venedig. Arbeit am "Olympia-Poster" für München.

1972

Freundschaft mit Joram Harel. Demonstriert in der TV-Sendung "Wünsch Dir was" für Dachbewaldung und individuelle Fassadengestaltung. Veröffentlicht Manifest "Dein Fensterrecht – Deine Baumpflicht".

1978

Entwirft in Venedig die "Friedensfahne für das Heilige Land" mit grünem arabischen Halbmond und blauem Davidstern auf weißem Untergrund. Veröffentlicht sein "Friedensmanifest".

1980

"Hundertwasser Day" in Washington, D.C. mit Baumpflanzung auf dem Judiciary Square. Spricht über Ökologie, gegen Kernkraft und für eine natur- und menschengerechtere Architektur im US-Senat

1981

Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises. Berufung an die Akademie der Bildenden Künste, Wien.

1984

Nimmt aktiv an den Aktionen zur Rettung der Hainburger Au teil.

1985

Beginn der Zusammenarbeit mit Architekt Peter Pelikan. Arbeitet das ganze Jahr auf der Baustelle des "Hundertwasser-Hauses" in Wien. 70 000 Besucher am "Tag der offenen Tür".

1987

Neugestaltung der St.-Barbara-Kirche in Bärnbach, Steiermark. Entwirft die Kindertagesstätte Heddernheim in Frankfurt.

1988

Neugestaltung der österreichischen Autokennzeichen und Einsatz für die Beibehaltung der schwarzen Nummern- schilder.

1989

Baut sein Architektur-Modell "Hügelwiesenland".

1990

Arbeit an Architektur-Realisationen: "KunstHausWien", Wien; Raststätte Bad Fischau; Fernwärmewerk Spittelau, Wien; "In den Wiesen", Bad Soden, BRD; Einkaufszentrum "Kalke-Village", Wien; Textilfabrik Muntlix, Vorarlberg; Winery Napa Valley, Kalifornien.

1991

Eröffnung des "KunstHausWien" am 9. April. Arbeit an Architektur-Projekten: Innenhof der Wohnanlage in Plochingen, BRD; Thermendorf Blumau, Steiermark, dem Hundertwassers Idee vom "Hügelwiesenland - Rolling Hills" zugrunde liegt.

1992

Errichtung des "Countdown 21st Century Clock Monument" in Tokio.

1993

Manifest und Einsatz gegen den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union.

1995

Gestaltung der Hundertwasser-Bibel.

1997

Entwürfe und Planung von Architekturprojekten: "Die Waldspirale von Darmstadt", "Hohe-Haine-Dresden",BRD; Müllverbrennungsanlage für Osaka, Japan; Markthalle Altenrhein, Schweiz. Beginn der Umbauarbeiten des Martin-Luther-Gymnasiums, Wittenberg, BRD.

1999

Architekturprojekte: "Sludge Center, Osaka; "DIE GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG", Bahnhof Uelzen, "Ronald McDonald-Haus", Essen, BRD. Hundertwasser lebt und malt in Neuseeland. Arbeitet an der Erneuerung seines Schiffes "Regentag". Mitarbeit am Bau der von ihm umgestalteten "Kawakawa Public Toilet", Neuseeland.

2000

Verfasst Kommentare zu vielen seiner Werke für den Oeuvre-Katalog. Arbeit an Architekturprojekten für Teneriffa und Dillingen/Saar, BRD. Hundertwasser stirbt an Herzversagen am 19. Februar im Pazifischen Ozean, an Bord der Queen Elizabeth II. Er wird auf seinem Land in Neuseeland, im "Garten der glücklichen Toten", in Harmonie mit der Natur unter einem Tulpenbaum begraben.